Zell- und Gewebekultur

Weltweit einzigartig sind die Möglichkeiten am Lehrstuhl, aufgereinigte Primärkulturen enterischer Gliazellen anzuzüchten. Dabei können Gliazellkulturen aus allen Darmabschnitten von Mensch, Maus, Ratte und Meerschweinchen kultiviert werden. Darüber hinaus haben wir die derzeit einzig verfügbaren transformierten Zelllinien enterischer Glia generiert; auf Anfrage können diese Zellen über das Institut bezogen werden.

In unserem Zellkulturlabor können wir intakte Darmpräparate für mehrere Tage unter organotypischen Bedingungen am Leben erhalten.

Die entwickelte Zellisolationstechnik sowie die transformierten Zelllinien ermöglichen detaillierte Untersuchungen enterischer Gliazellen mit Hilfe aller modernen molekularbiologischen Untersuchungstechniken in vitro, da Kontaminationen der Kulturen durch andere Zellen ausgeschlossen sind.

In Zukunft werden auch andere Zelltypen, die in der Darmwand vorkommen, in unserem Zellkulturlabor gehalten und in Ko-Kultursystemen eingesetzt, mit denen wir zelluläre Interaktionen in der Darmwand modellieren, um diese dann weitergehend zu analysieren.

Kultur enterischer Neurone (Meerschweinchen).

Primärkultur enterischer Neurone

In unserem Zellkulturlabor können wir enterische Neurone von Meerschweinchen, Maus und humanen Darm isolieren und kultivieren. Uns ist es möglich primäre Kulturen myenterischer Neurone anzulegen und sie bis zu 4 Wochen aufrechtzuerhalten. Anschließend können wir diese Neurone für elektrophysiologische und pharmakologische Versuche mit der Ultrafast Neuroimaging Methode benutzen. Der Vorteil der kultivierten Neurone statt intaktem Gewebe ist die bessere Zugänglichkeit der einzelnen Zellen. Damit ist es möglich Versuche mit kontrollierten und definierten physiologischen Bedingungen durchzuführen und isolierte Neurone ohne den Einfluss von der Umgebung zu untersuchen.