Gastrointestinale Motilität

Eine der wesentlichen Aufgaben des Gastrointestinaltraktes ist der koordinierte Transport von Inhalt, der auf die Resorptionskapazität der Darmregionen abgestimmt ist. Dafür verfügt der Gastrointestinaltrakt über ein umfangreiches Repertoire an Motilitätsmustern, die auf zeitlich und räumlich abgestimmter Aktivierung und Hemmung der Muskelschichten beruhen. Da der Gastrointestinaltrakt in der Lage ist, die Zusammensetzung der Nahrung zu registrieren, werden die verschiedenen Motilitätsmuster entsprechend der kalorischen Dichte, der Osmolarität und des pH Wertes der Nahrung eingestellt.

Die faszinierende Vielfalt der Motilitätsmuster kann am Besten mit bildgebenden Verfahren, wie der Videofluoroskopie dargestellt werden.

Störungen der gastrointestinalen Motilität sind Ursache und unangenehme Begleiterscheinungen einer Reihe von funktionellen, entzündlichen und strukturellen Magen-Darm-Erkrankungen. Eine dieser funktionellen Erkrankungen ist das Reizdarmsyndrom oder Irritable Bowel Syndrome (IBS).